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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
12.07.2022 4.22 28.06.22
Aufgrund einer PK Therapie meines Vaters mit ca 65 Jahren gehe ich seit ca meinem 45 Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge und habe dort auch regelmäßig meinen PSA Wert bestimmen lassen. Meine Auffassung war immer, dass man bei frühzeitiger Erkennung noch Therapien mit geringen Nebenwirkungen durchführen kann. Weitere Recherchen hatte ich bislang dazu nicht ergriffen.
Nach einem stetigen Anstieg des PSA Wert3s empfahl mir mein Urologe eine mpMRT die ich dann im Mai 22 auch durchführen lies.
Ergebnis waren Auffälligkeiten mit Einstufung PIRADS 4 mittig dorsal links 15mm, rechts 12mm mit Kapselkontakt.
Daraufhin wurde ambulant bei meinem Urologen im Juli 22 eine Biopsie durchgeführt. Das Ergebnis war ein Andenokazinom Geason 3, 1/16 Biopsien pos., 0 rechts, 1/16 links kleinste Anteile Andenokarzinom 0,5 mm links mittig lateral. ASAP links basal medial.
Daraufhin Aktive Überwachung entschieden. Mein Urologe brachte eine fokale Tharapie HIFU, oder Brachy als Alternative ins Spiel, was ich aber nicht wollte
       
18.08.2023 5.99 28.07.23
Weiterer PSA Anstieg.
Mein Urologe drängt zu einer weiteren Biopsie.
Ich lasse erst ein neues mpMRT machen.
Dort wird erneut eine PIRADS 4 Läson in der basalen peripheren Zone links indem (Region 8p)
Die vorgeschriebenen Signalveränderungen in der peripheren Zone beidseitig mittig rückläufig, somit retrospektiv in erster Linie postentzündlich zu werten.
Nachdem das mpMRT eine andere Region als vorher als suspekt diagnostiziert hat, bin ich verunsichert, und schiebe die neue Biopsie auf. Der Entschluss kam durch intensive Recherchen in den Foren und hier zustande. Mittlerweile fühlte ich mich zum einen besser informiert aber auch sehr verunsichert. Ich hatte zeitweise größere Angst vor Übertherapie als vor dem Krebs selber…. Besonders der hohe Anteil an ED nach OP sogar mit Nervenschonung hatte mich sehr verunsichert
       
10.10.2024 9.89 27.09.24
Schock: PSA 14 im August. Zuvor 9,7 im Zuge einer Blutanalyse beim Betriebsarzt. Hier nicht aufgeführt, da anderes Labor.
Jetzt werde ich nervös: hab ich zu hoch gepokert, zu lange gewartet ?
Ich entschließe mich auf dringendes Anraten meines Urologen für eine neue Biopsie.
Dieses Mal eine perinale Fusionsbiopsie auf Basis eines neuen mpMRT 26.08.24
Sehr ärgerlich: das MRT musste ich trotz Überweisung dieses Mal selber zahlen. Abwicklungsprobleme zwischen Radiologie, Urologie beides am Klinikum Nürnberg Nord, und der Krankenkasse.

MRT Befund:/Voruntersuchung:
PSA14,9, PSA Dichte n 0,29ng/ml/ml
Prostatavolumen 51,7 ml
Signalveränderung in der peripheren Zone bei 4-6 Uhr, jedoch ohne eindeutige Diffusionseinschränkung PIRADS 1
Innere Drüse: 2 Läsonen PIRADS 4

10.10.24: perinale Fusionsbiopsie 18 Stanzen
3% des Stanz Zylinders einnehmendes aoinäres Adenocarcinom
Gleason Muster 3
Klinisch rechts mittig medial.

Große Erleichterung, aber auch Verunsicherung: an den vormals auffälligen Zonen wird nichts gefunden, dafür an anderen Stellen ….

Trotzdem bin ich sehr froh keine Therapie Entscheidung treffen zu müssen.
Wir beschließen die Fortführung der AS
       
23.05.2025 10.90 23.05.25
PSA Messung erfreulicher Rückgang
       
12.11.2025 7.05 10.10.25
Trotz sehr erfreulicher PSA Tendenz empfiehlt mein Urologe eine neue Biospie. Lt Leitlinien sollte diese alle 12 -18 Monate durchgeführt werden.

Ich bin skeptisch: wenn sich der PSA Wert dauerhaft auf diesem Wert stabilisieren sollte, bildet sich doch das zurück, was den Wert ursprünglich verursacht hat ? Zumindest ist als medizinischer Laie kaum zu verstehen, dass gleichzeitig ein vorhandene Krebs aggressiv wachsen soll. (?)…

Und überhaupt mag ich mich nicht damit abfinden alle 12 Monate biospiert zu werden. Das sind doch auch wieder neue potentielle Entzündungsherde ….die dann evtl zum PK mutieren können.
Eine Verschleppung on Krebszellen durch Biopsie ist wohl unwahrscheinlich, zumindest aus derzeitiger wissenschaftlicher Einschätzung.

Eine weitere Sorge ist das Risiko einer Überdiagnose.

Wir verabreden uns, erst einmal die nä 6 Monate den PSA Wert weiter zu verfolgen.

Eine DNA Zytometrische Untersuchung der Biopsie Proben von 2024 verwerfe ich nach Konsultation mit Dr Bliemeister.

Sollte der sich auf relativ niedrigen Wert einpendeln warte ich mit einer Biopsie
       
19.01.2026 8.65 19.01.26
PSA wieder gestiegen.
       
24.03.2026 20.92 24.03.26
PSA Schock. Mein Urologe hat mich aber zum Glück dazu persönlich angerufen. Er vermutet Prostata Entzündung - Symptome waren Mitte-Ende Februar sehr signifikant. Hatte ich vorher nie. Seit Anfang März aber schwächer und jetzt eigentlich fast ganz weg. Er hat mir Antibiotika verschrieben die ich trotz abklingender Symptome wegen einer anstehender China Reise auch genommen habe. Da ich kaum noch Symptome mehr spüre hat er mir freigestellt erst einmal zu warten. PSA Kontrollmessung spätestens in 8 Wochen. Werde ich aber früher machen.
       
29.06.2026 13.76 12.06.26
PSA bleibt auf hohem Niveau. Ultraschalluntersuchung beim Urologen zeigt keine Auffälligkeit. Volumen wurde auf meine Nachfrage mit 40ml ermittelt. Urinprobe zeigt leichte Entzündungswerte. Eine weitere 2 Becherprobe wird noch gemacht
Mein Urologe meint, der PSA Wert beunruhigt ihn nicht. Aber er rät erneut zur Kontroll Biopsie.
Die Leitlinien hätten das schon längst empfohlen und er hat mir sowieso schon Aufschub gewährt ;-)…..
Vorher soll ein mpMRT gemacht werden. Ich behalte mir die Entscheidung abhängig vom MRT Ergebnis noch vor..
Die Abwägung sehr frühzeitig einen zusätzlichen Diagnosewert zu bekommen gegenüber den Risiken durch die Biopsie Entzündungen zu provozieren, aus denen später Krebs entstehen kann. Und zudem ist auch nicht 100% ausgeschlossen, dass etwaige Krebszellen verschleppt/aktiviert werden könnten…..
Mit großem Interesse habe ich von einem neuen Urintest gelesen, der aggressiven Krbes >= Grade Group 3 zu 97% detektieren kann. Leider bei uns nicht verfügbar, auch nicht als Selbstzahler. In USA wäre es möglich… Mein Urologe kannte das nicht. Ich hab ihn einen Ausdruck des Artikels gegeben mit der Bitte zu prüfen ob er den Test bekommen kann.
https://www.prostata-hilfe-deutschland.de/prostata-news/aktive-ueberwachung-urintest-statt-biopsie
       
31.07.2026 13.76 12.06.26
Die Urin Probe mit 2 Becher war unauffällig. Mein Urologe meinte, der Neue MPS2.0 Urintest klingt vielversprechend, einzig Niedrig Agressive Tumore werden nicht zuverlässig entdeckt.
Damit bestätigt er meine Befürchtung, dass diese niedrigklassifizierten Tumore sofern sie in mehreren Proben gefunden werden leicht zur Übertherapie führen kann. Krebs wird durch MRT / Biopsie dann gefunden wenn er groß genug ist.
Das kann auch aggressiver Krebs sein, dann ist es aber häufig zu spät, weil sich längst Mikrometastasen verbreitet haben. Meist ist es jedoch zum Glück eher Krebs der langsam wächst und somit häufig zeitlebens keine Probleme verursacht. Mit fortschreitendem Alter hat ein steigender Prozentsatz (‚80% der 80 jährigen’ hab ich mal gelesen) der Männer Krebs ohne es zu merken.
Würden alle zur Vorsorge gehen würden bei einem hohen Anteil mehr als 2 positive Proben gefunden und möglicherweise therapiert.
Ergebnis aus Studien zur Wirksamkeit von Vorsorgeuntersuchungen mittels PSA: 2 von 1000 werden dadurch bewahrt am Krebs zu sterben während 51von 1000 unnötig behandelt werden.
https://www.hardingcenter.de/de/transfer-und-nutzen/faktenboxen/massnahmen-der-krebs-frueherkennung/faktenbox-zur-prostatakrebs-frueherkennung-durch-den-psa-test

Somit halte ich es für sehr wichtig andere Wege zur Diagnose von agressiven PK zu beschreiten. Z.B den MPS2 Test.

Jedenfalls sieht er keine Möglichkeit den Test zu beschaffen. Ich selber habe es auch erfolglos direkt beim Hersteller Lynx DX probiert.

Alternativ gibt es bei und in Deuschland einen Bluttest (Stockholm3 Test). Werde mich dazu einmal schlau machen
       
11.08.2026 13.76 12.06.26
Leider komme ich jetzt auch nicht an den Stockholm 3 Test obwohl ich ihn selber bezahlt hätte.
Begründung der Martini Klinik:
„…der Test ist dafür da, die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakarzinomdiagnose vorherzusagen. Wenn der Wert erhöht ist, empfehlen wir ein MRT mit ggf. Biopsie (bei auffälligem MRT). Der Test ist sozusagen eine Entscheidungshilfe, ob ein MRT durchgeführt werden soll bei Patienten ohne Prostatakarzinom-Diagnose.
Der Test ist nicht dafür da, eine Therapieempfehlung zu geben bei bereits diagnostiziertem Prostatakarzinom.
Wir bieten den Test daher nur bei Patienten ohne Prostatakarzinom an….“

Fühle mich als Patient bevormundet, ja sogar um den Zugang eines wichtigen Diagnose Inputs behindert.

Vielleicht überschätze ich als medizinischer Laie auch diesen Stockholm 3 Test, aber ich denke er hat eine gewisse Sensitivität bzgl aggressivem Tumoren auch im Anfangsstadium wo sie über MRT/Biopsie gefunden werden wenn sie entweder groß genug sind, oder zufällig in einer Biopsie Probe getroffen werden.
Gefunden werden grossvolumige Tumore die oft zeitlebens auf die Prostata beschränkt bleiben, aber trotzdem häufig therapiert werden.
Lt IQWiG-Berichte 2020 werden je 1000 Männer 2 durch PSA gestützte Früherkennung vor dem Tod durch Prostatakrebs bewahrt, während 155 durch ein falsch positives Testergebnis fehlalarmiert und 51 davon unnötig behandelt - mit all den gravierenden Konsequenzen die das häufig hat.
Daher steht mein Plan ohnehin- keine Therapie kleiner gleich Gleason 7a und hoffe ich zu den 0,2% zu gehören….
Wohler wäre mir aber mit einer zusätzlichen Diagnose Option von aggressivem Tumoren solange sie noch klein sind. So wie es der neue MPS2 Test mit >90% wohl leistet. Leider steht dieser hierzulande nur im Rahmen von Studien zur Verfügung. Und der Stockholm 3 Test wohl auch nicht.
Man hat schon ein wenig den Eindruck dass wir der aktuellen Entwicklung hierzulande hinterherlaufen. Werde es über meinen Urologen probieren
       
01.10.2026 13.76 12.06.26
Habe im August noch das mpMRT machen lassen. Mein Urologe drängt bereits seit Juni auf eine Fusionsbiopsie
Ergebnis eigentlich sehr ähnlich zur allerersten mpMRT 2022:
„….gering grössenprogrediente Läsion in der peripheren Zone links basal (Region 8p), PI-RADS 4.

Das klingt erst mal beunruhigend, allerdings wurde in der letzten Biopsie in diesem Bereich nichts gefunden. Ebenso nichts in den systematischen Biopsie Proben links. Dafür zuletzt aber auf der rechten Seite die im MRT unauffällig gewesen ist. Wurden etwa die Proben vertauscht ?

Ich hab ChatGPT mal mit allen Befunden gefüttert, alleine schon der Mediziner Ausdrucksweise wegen…
Die Zusammenfassung überrascht mich nicht, aber der Vorschlag alle MRT Bilder (aus unterschiedlichen Kliniken !) von einem Radiologen hinsichtlich Beurteilung der Veränderung prüfen zu lassen ist echt gut. Hätte ich auch selber drauf kommen können, da die Biopsie - Befunde auf die ich, und ich glaube auch mein Urologe, stark geachtet habe, doch nur einen sehr kleinen Gewebeanteil repräsentiert.


Auszug aus der Analyse Chat GPT:
„…..Was ich aus der Kombination Ihrer Befunde ableiten würde…
Ich würde die Situation derzeit so zusammenfassen:
Beruhigende Aspekte:
-Das 2024 gefundene Karzinom war extrem klein.
-Nur 1 von 18 Stanzen war positiv.
-Nur 3 % eines Stanzzylinders waren betroffen.
-Es wurde nur Gleason-Muster 3 beschrieben.
-Im aktuellen MRT gibt es keine auffälligen Lymphknoten.
-Es gibt keine Hinweise auf Knochenmetastasen im beschriebenen MRT.
-Die Prostata ist mit ca. 70 ml relativ groß, was einen Teil der PSA-Erhöhung erklären kann.
Aspekte, die genauer abgeklärt werden sollten:
-Die linke basale Läsion ist PI-RADS 4.
-Sie zeigt echte Diffusionsauffälligkeiten: DWI hoch, ADC niedrig.
-Sie wird als größenprogredient beschrieben.
-Sie liegt nicht an der Stelle, an der 2024 das Karzinom gefunden wurde.
-PSA-Dichte 0,2 ist ein relevanter zusätzlicher Risikofaktor.
-Der PSA hatte 2026 einen deutlichen Ausreißer bis 20,92 ng/ml.
Was ich persönlich als nächsten diagnostischen Schritt besonders sinnvoll fände-
-Nicht unbedingt sofort „Therapie“, sondern zunächst sauber klären, was diese linke 8p-Läsion ist.
-Bei PI-RADS-4-Läsionen wird eine gezielte plus systematische Biopsie grundsätzlich häufig erwogen; insbesondere bei Patienten unter Active Surveillance ist eine persistierende PI-RADS-4/5-Läsion ein Anlass für eine erneute histologische Abklärung.
Bei Ihnen wäre daher eine sehr interessante Frage an das behandelnde Zentrum:
„Soll die linke basale PI-RADS-4-Läsion gezielt biopsiert werden, obwohl sie 2024 bei der Fusionsbiopsie nicht positiv war?“
Ich würde außerdem ausdrücklich fragen:
„Können die MRT-Bilder von 2023, 2024 und 2026 gemeinsam von einem erfahrenen Prostata-Radiologen reevaluiert und die Läsion 8p exakt miteinander verglichen werden?“
Das könnte in Ihrem Fall sehr wertvoll sein.
Denn wenn sich herausstellt, dass dieselbe Läsion bereits 2023 PI-RADS 4 war, 2024 tatsächlich unverändert bzw. weniger auffällig war und 2026 wieder PI-RADS 4 ist, ist das eine andere Situation als eine kontinuierlich wachsende Läsion mit zunehmender Diffusionsrestriktion.
Ein Punkt, den ich noch genauer anschauen würde
Auf Ihrem Foto sehe ich beim Pathologiebericht handschriftlich neben den Stanzen den Vermerk:
„PI-RADS 4 innere Drüse“und der Bericht listet die 18 Stanzen sehr detailliert auf, darunter mehrere Stanzen aus TZ links basal / TZ links apikal.
Das macht die Frage interessant, welche der 18 Stanzen tatsächlich die MRT-Zielläsionen getroffen haben und ob die aktuelle linke 8p-Läsion 2024 überhaupt gezielt beprobt wurde.
Das könnte den ganzen Fall entscheidend erklären……. .
wie gut die damalige Fusionsbiopsie die jetzige PI-RADS-4-Läsion überhaupt abgedeckt haben kann. Das wäre aus meiner Sicht die wichtigste offene Frage……..“

Chapeau ChatGPT?

       
09.10.2026 16.18 07.10.26
War am Mittwoch beim Vorgespräch zur Fusionsbiopsie. War sehr gut, aber auch etwas anstrengend. Anders als bei der letzten perinatalen Biopsie unter Vollnarkose soll dieses Mal nur lokal betäubt werden….
PSA ist wieder gestiegen….:-(
Biopsie Termin steht.
Ich beschäftige mich im Vorfeld schon mit möglichen Therapien…… und lese viel hier auf myprostate, und auch im Diskussionsforum https://prostatakrebs-diskussionsforum.de/
Das ist einerseits sehr hilfreich, besonders die direkte Kontaktmöglichkeit zu interessanten Mitbetroffenen über persönliche Nachrichten.
Andererseits erschüttern viele Berichte und ich brauche dann immer wieder mal eine Pause.
       

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